Permanentes Baummassaker in Linz

In ganz Linz werden zur Zeit ungezählte alte und junge Bäume gefällt. Durch die öffentliche Hand und ihren Institutionen, den Autobahnbauern und Straßenmeistereien, an Gewässern, in Gemeinden, durch Wirtschaftsunternehmen, Wohnbaugesellschaften und von privater Hand.

Und alle haben ihre Begründung:
Jedes Jahr ein besonderes Baumsterben, zur Zeit das Eschentriebsterben, voriges Jahr der Borkenkäferbefall, nächstes Jahr…? wird sich finden.
Dann die Haftungsfrage, Bäume sind eine permanente Gefahr für Leib, Leben, Eigentum und Befindlichkeiten naturentwöhnter Stadtbewohner.
Selbst Bäume, die bisher den stärksten Orkanen standgehalten haben, müssen weg, denn man weiß ja nie und mit übersensiblen Messgeräten
entscheidet nun ein übergenauer Beamter dank der unfehlbaren Technik über Leben und Tod – des Baumes. Wehe, der neigt sich einen mm (!) zu weit über einen systemvorgegeben Grenzwert.
Wenn gebaut wird, muss auf alle Fälle der grüne Freund weichen, da gibt es gar keine Diskussion. Beton geht vor Baum.
Vom Autobahnbau gar nicht zu reden. Es wird auch tunlichst vermieden, den Bürgern reinen Wein einzuschenken, was ihrer Umwelt tatsächlich angetan wird, es wird nur beschönigt. Stört ein Baum, weil er Schatten macht, weil er Laub abwirft oder weil er wem nicht gefällt: gefällt!
Ja, jeder hat irgendeinen Grund, Bäume zum eliminieren, aber wie es aussieht gibt es keinen Grund, einen Baum stehen zu lassen.
Niemand legt die wahren Fakten auf den Tisch. Die Verursacher großflächiger Rodungen vermeiden konkrete Angaben, die Behörden segnen alles ab, auch in der Presse ist nicht zu lesen, dass Linz in nächster Zeit bis zu 10.000 Bäume verlieren wird.
Allein im Winklerwald 3000, die Großprojekte Westring und Voestbrücke tausende, in den Parks und den stadteigenen Wäldern kommt man mit dem Zählen nicht nach, und die Bäume, die täglich nur so unter der Hand fallen, läppern sich in Summe auch zusammen. Aber alles hat seine Ordnung und seine Begründung.
Hier ein paar Bilderbeispiele nur von den letzten Tagen (wenn man das hochrechnet?):
Fällungen Freinpergpark:
Fällungen Bauernberg:
Diese Bäume werden heute von privater Hand nur aus Angst vor Sturmschäden vernichtet:
ebenso wie zahlreiche Exemplare von Wohnungsgenossenschaften zur Zeit aus welchen Gründen auch immer entfernt werden
wie z.B. am Bindermichl
Über die Verwüstungen der Asfinag entlang des Bypassbaues im Erholungsgebiet Erfahr Richtung Plesching kann sich jeder selbst ein Bild machen. Und das ist erst der Anfang.
Hier noch ein besonders pikantes Bild:
Angeblich auf Wunsch eines einzelnen wurden auf Anordnung des Vizebürgermeisters 2 erhaltenswerte gesunde Birken auf öffentlichem Grund in der Muldenstraße beseitigt, auf Anfragen wird geschwiegen. So geht man mit dem Gut der Allgemeinheit um.
 
Das war nur ein kleiner Auszug aus dem permanenten Linzer Baummassaker.
Wir zeigen nur auf! Wir weisen auch ausdrücklich darauf hin, dass von Beamten des Linzer Magistrates durchaus Bemühungen zu möglichster Erhaltung von Bäumen da sind, aber sie Gefangene des eigenen Systems zu sein scheinen und der gesetzlichen Vorgaben.
Neidisch blicken wir auf andere Städte und Länder, in denen alten Bäume Wertschätzung und erhaltende Pflege entgegengebracht wird;
Vorbild, dass es auch anders ginge.
BAUMRETTUNGSINITIATIVE LINZ

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